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Warum läuft's nicht mit meinem Food Truck?

30.09.2021

Warum läufts nicht mit meinem Food Truck?

Erst gestern habe ich in einer Whatsapp-Gruppe wieder gelesen, dass jemand seinen Foodtruck nach nicht einmal zwei Jahren wieder aufgibt. Leider ist das in der Streetfood-Szene keine Seltenheit. Am Anfang ist es immer die „große Leidenschaft“, die zum Beruf gemacht wird. Aber oftmals ist diese sehr schnell verflogen.

Warum werfen Neueinsteiger so oft nach kurzer Zeit das Handtuch?

Hier ist eine Liste:

Unzureichende Werbung an den Standorten

Nur wenige Trucker nehmen die Arbeit auf sich, an all ihren Standorten wirklich Werbung zu machen und verlassen sich auf die Mundpropaganda. “Das wird sich schon rumsprechen, irgendwann wissen alle Bescheid und dann stehen sie Schlange.” Satzteil 1 – ja, Satzteil 2 – nein. Mit Sicherheit wird es sich mit der Zeit rumsprechen, dass du mit deinem Truck an Standort XY unterwegs bist. Aber das alleine reicht nicht aus. Auch wenn es sehr anstrengend ist, solltest du dir zumindest am Anfang deiner Karriere die Mühe machen und Klingeln putzen bis der Finger schmerzt und Telefonate führen bis die Ohren glühen.

Den Grundstein legen, damit alles glatt läuft

Ich will, dass es glatt läuft

Auf Social Media verlassen

Damit einher geht auch häufig die Vorstellung, dass Vermarktung ausschließlich aus der Pflege einer Social Media Seite besteht. Natürlich ist eine Facebook-Seite und vielleicht ein Instagram-Account nicht gerade schädlich, aber es ist eben bei weitem nicht alles. Es nützt dir wenig, wenn du 500 Follower aus Hamburg hast, deinen Truck aber in Stuttgart betreibst.

Falsche Erwartungen an die Selbstständigkeit

“Mit einem Foodtruck wird man reich!” - Kann man, je nachdem wie man das Wort “reich” definiert. Aber die allerwenigsten können das von sich behaupten und in der Realität weiß man auch nicht wirklich, wie viel Glauben man solchen Aussagen schenken darf. Im Zweifel sind sie es nicht, denn es gibt mit Sicherheit entspanntere Tätigkeiten als einen Foodtruck zu betreiben, wenn man denn schon reich geworden ist.
Lange Arbeitszeiten, Durchhaltevermögen und ein guter Umgang mit der stetigen Ungewissheit, ob vielleicht alles nach hinten losgeht, gehören leider zu jeder Selbstständigkeit dazu.


Falsche Erwartungen an Mittagstisch und Festivals

Wer sich alleine auf den Umsatz beim Mittagstisch und auf Festivals verlässt, der schaut meist in die Röhre. Alleine aufgrund des kurzen Zeitfensters lässt sich im Mittagsgeschäft nur ein begrenzter Umsatz erzielen. Meist spielt sich alles innerhalb von ein bis zwei Stunden ab. Wer da nicht in der Lage ist, einen hohen Output zu erzielen, um eine hohe Nachfrage überhaupt bedienen zu können, hat schlechte Karten.
Auch haben Neu-Trucker häufig eine völlig falsche Vorstellung von Streetfood Festivals. Hier gilt es, schon bei der Platz-Buchung darauf zu achten, dass es nicht zu viel Konkurrenz gibt und auch die Teilnahmekonditionen stimmig sind (Teilnahmegebühr, eventuelle Verkaufsbedingungen, wie Frei-Essen und vorgeschriebene Probierportionen, und Stornierungsregeln beachten). Den Namen des Veranstalters zu googeln ist sicher auch nicht verkehrt, um in Erfahrung zu bringen, ob  dieser in der Vergangenheit schon mal negativ aufgefallen ist.

Unzureichende Unternehmer-Mentalität, keine BWL Kenntnisse

Jeder, der ein Unternehmen führt, sollte zumindest grundlegende betriebswirtschaftliche Kenntnisse haben. Natürlich gehört, wie so oft im Leben, auch eine ordentliche Portion Glück und Mut mit dazu, um seine Ziele zu erreichen. Aber Glück und Mut alleine reichen nicht aus. Um die richtigen Schlüsse zu ziehen und die richtigen Entscheidungen treffen zu können, sollte ein Unternehmer nicht ausschließlich auf sein Bauchgefühl hören, sondern auch wissen, was er da macht und welche Konsequenzen sein Handeln hat. Hin und wieder ein paar Kennzahlen zu berechnen, ist dabei meist unerlässlich.

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Zu wenige Catering Aufträge

Unter uns: Caterings sind in der Regel deutlich lukrativer als das Mittagsgeschäft oder Festivals. Denn abgesehen davon, dass man keine Gebühren bezahlen muss, fällt die Gewinnmarge deutlich höher aus. Kombiniert mit einer hohen Abnahmemenge, ergibt sich daraus oft ein Vielfaches an Umsatz im Vergleich zum Umsatz beim Mittagstisch. Mehr Gewinn bei gleicher Arbeit - klingt gut, oder?
Daher ist es wichtig, rechtzeitig an diese Einnahmequelle zu denken, sich dementsprechend zu positionieren und es auch zu bewerben, um eine ausreichende Anzahl an Catering-Aufträgen generieren zu können. In deinem ersten Jahr wirst du vielleicht nur eine Handvoll Aufträge haben. Das macht aber nichts, denn bekanntlich fängt jeder mal klein an. Geduld lautet hier das Zauberwort.

Verschärfte Konkurrenzsituation in einem gesättigten Markt

Foodtrucks gibt es mittlerweile überall im Lande, selbst in ländlichen Regionen. Und heutzutage kann auch fast jeder mit dem Begriff „Foodtruck“ etwas anfangen. Vorbei sind die Zeiten, in denen man erklären musste, was denn ein jetzt „Foodtraktor“ oder ein „Fudragg“ eigentlich sein sollen. Die Vielzahl an Trucks führt zwangsweise dazu, dass möglicherweise für den einzelnen nicht mehr genug zu holen ist. Irgendwann sind eben die guten Spots voll belegt und die wichtigen Kontakte zu namhaften Auftraggebern geknüpft. Als Neueinsteiger hat man es da sehr schwierig, vor allem, wenn man der 10. Truck mit dem gleichen Konzept in der Stadt ist. Womit wir auch bei nächsten Punkt wären …

Warum ein Amateur bleiben, wenn du auch ein Profi sein kannst?

Ich will Profi werden

Undurchdachtes Konzept / Copy & Paste oder zu speziell

Ich bezweifel die Sinnhaftigkeit, mit einem Konzept, das es so oder sehr ähnlich schon häufiger in deiner Stadt gibt, in den Markt einzusteigen. Der Klassiker hierbei: Burger und Pommes. Zugegeben, dafür hat fast jeder Kunde ein Herz und die Nachfrage kann dementsprechend vorhanden sein. Aber eben nicht, wenn man nicht aus der Masse an Angeboten hervorstechen kann, weil man nichts Besonderes hat und glaubt, Standard-Convenience-Ware zu überhöhten Preisen unter das Volk bringen zu können.
Genauso wenig ist es zielführend, sich zu speziell zu positionieren. Denn in irgendeiner Form, sollte man sicherstellen, dass man eine ausreichend große Zielgruppe anspricht. Oftmals ist es eine Gratwanderung zwischen ausgefallen und zu speziell


Nicht umsonst kennen wir den Spruch “Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht” bereits aus unserer Kindheit. Ein Truck mit glutenfreien Insekten-Burgern? Ich weiß ja nicht so richtig …

Schlechte / keine Website

Nicht nur im Streetfood Bereich, sondern generell bei kleinen Unternehmen ist häufig gar keine oder nur eine dürftige Website vorhanden. Dabei ist genau diese so wichtig. Die Website ist der Dreh- und Angelpunkt der Vermarktung. Je früher man das begreift und auch umsetzt, desto besser. Kunden und Interessenten sollen regelmäßig auf deine Website schauen und nicht nur auf deine Facebook-Seite. Es lohnt sich, Zeit (und ein bisschen Geld) zu investieren, um eine gute Website zu erstellen oder erstellen zu lassen. Baukasten-Websites sind heutzutage so benutzerfreundlich, dass man intuitiv schnell durchsteigt. Und meist sind sie auch preiswert. Wenn man sich dann noch ein bisschen Wissen aneignet, welche Kriterien für eine gute Platzierung bei Google wichtig sind, kann das große Effekte auf den (langfristigen) Erfolg haben.

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